Gesundes Essen für Babys und Kleinkinder – so einfach wie möglich!

Babybrei | Selber machen oder kaufen?

Was ist besser? Babybrei selber machen oder Gläschen kaufen? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Viele Eltern machen den Babybrei gerne selber, weil er dann frisch ist und oft auch besser schmeckt. Allerdings ist das selber Kochen aufwendiger und nicht immer ist dafür Zeit. Manchmal muss es einfach schnell gehen und praktisch sein. 

Hier erfährst du alles, was du zum Zubereiten und Aufbewahren von Babybrei wissen musst. Dazu gib es viele Tipps, z. B. für die besten Zutaten, welche Lebensmittel zu vermeiden sind und vieles mehr. Außerdem kannst du lesen, welcher gekaufte Babybrei in Tests am besten abschneidet und worauf beim Kauf zu achten ist.  

Inhalt

Babybrei selber machen - Vorteile und Nachteile

Zutaten frei wählbar (du weißt genau was drin ist), keine Zusatzstoffe

Babybrei schmeckt nach mehr (Geschmacksvariationen)

Günstiger als gekaufte Gläschen

Die Zutaten sind frisch

Portionsgrößen frei wählbar

Lässt sich gut einfrieren

Mehr Aufwand und Arbeit

Meist nicht so “keimfrei” wie gekaufter Brei

Nicht so lange haltbar wie gekaufte Gläschen

In der Kinderernährung wird Abwechslung empfohlen, um eine gute Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Zudem lernt dein Baby so viele Geschmacksrichtungen kennen und wird meist ein besserer Esser. Gekaufter Brei schmeckt oft eher eintönig. Daher wurde in einer Studie festgestellt, dass Babys, die selbst gemachten Brei bekommen, mehr Interesse haben, neues Essen auszuprobieren als Babys, die Brei-Gläschen bekommen.

Babybrei kaufen (Gläschen) - Vorteile und Nachteile

Beikost-Fertigprodukte erfüllen hohe gesetzliche Anforderungen 

Weniger Arbeit und Zeitaufwand

Praktisch für unterwegs

Schadstoff- und keimfrei

Einige Babybrei-Gläschen haben bei Tests Mängel aufgewiesen

Teurer als selber kochen

Enthalten oft Zusatzstoffe wie Aromen oder Süße

Altersangaben sind nicht immer sinnvoll

Verursacht mehr Müll

Portionsgröße ist vorgegeben

Die Zusammensetzung ist nicht immer ausreichend für den Tagesbedarf des Kindes (nicht genug Fleisch, Fett und Vitamin C)

Gekaufte Babygläschen sind keimfrei und steril, was sich erstmal gut anhört. Allerdings brauchen Kinder Keime, damit sich ihr Immunsystem aufbaut. Immer wieder hört man, dass Kinder, die mit Haustieren oder gar auf dem Bauernhof aufwachsen, eher selten krank sind.

Fazit

Selber gemachter Babybrei ist vom Nährstoffgehalt und vom Geschmack her besser. Wer auf Vorrat kocht, hat insgesamt weniger Arbeit. Aber nicht immer ist Zeit zum Kochen da. Gekaufter Brei hat grundsätzlich eine gute Qualität und kann daher ebenso verwendet werden.

Babynahrung kaufen - welche ist die beste?

Säuglingsnahrung unterliegt strengen gesetzlichen Anforderungen. Dennoch unterscheiden sich die einzelnen Produkte in ihrer Zusammensetzung und Qualität. So enthalten nicht alle die für Babys optimale Nährstoffzusammensetzung. Manche sind unnötig süß oder haben eine  Schadstoffbelastung, die sehr nahe an den erlaubten Maximalwerten liegt.

Beim Kauf auf die Zutaten achten

Es empfiehlt sich immer, vor dem Kauf eines (Fertig-)Produktes die Zutatenliste zu lesen. Stehen ähnliche Produkte von unterschiedlichen Herstellern im Regal, lassen sich die Zutaten gut miteinander vergleichen.

Was ist drin?

Viele Hersteller von Babynahrung halten sich daran, kein Salz zu verwenden. Zucker und andere Süßungsmittel dagegen sind leider immer wieder drin. Diese Zutaten gehören nicht in Säuglingsnahrung: 

  • Salz
  • Zucker und andere Süßungsmittel
  • Kakao, Schokolade
  • Aromen
  • Gewürze

Eine Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist nicht unbedingt erforderlich. Bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung erhält dein Baby ausreichend Nährstoffe. Vitamine und Mineralstoffe, die natürlich in den Lebensmitteln enthalten sind, kann der Körper viel besser aufnehmen und verarbeiten, als künstlich zugesetzte Vitamine.

Wie lang und verständlich ist die Zutatenliste?

Umso kürzer und “verständlicher” die Zutatenliste ist, umso besser. Je weiter vorne eine Zutat steht, desto größer ist ihr Anteil am Produkt. Das heißt, bei einem Gemüsebrei sollte das Gemüse an erster Stelle stehen. 

Sind unter den Zutaten viele Begriffe, bei denen du nicht weißt, was das ist? Dann greife lieber zu einer anderen Packung, auf der die Zutaten verständlicher sind.

Natürliche Süße und andere Süßungsmittel

Sehr viele Produkte für Babys werben mit dem Hinweis “ohne Zuckerzusatz”. Das heißt aber noch lange nicht, dass dieses Produkt keine zusätzliche Süße enthält. Folgende Zutaten werden gerne als Süßungsmittel verwendet:  

  • Fructose, Fruchtzucker, Fruchtsüße, Fruchtsaft(konzentrat)
  • Glucose(sirup), Traubenzucker, Dextrose
  • Saccharose, Oligofructose
  • Süßmolkenpulver, Molkenerzeugnisse
  • Honig
  • Maltodextrin

Achte zudem auf die Nährwertangaben je 100 g des Produktes. Vergleiche die Zahl unter “Kohlenhydrate, davon Zucker” mit ähnlichen Produkten von anderen Herstellern. So kannst du erkennen, welches Produkt mehr Zucker enthält als üblich.

Babybrei-Gläschen im Test

Fertiger Babybrei im Glas sollte kein Salz, Zucker / Süßungsmittel oder Aromen enthalten. Aber auch Bindemittel wie Reismehl oder Stärke sind schlecht. Denn diese wirken verdickend, was dazu führt, dass mehr Wasser im Brei ist und weniger Nährstoffe.

Tipp

Den Deckel vom Gläschen schrauben und dann im Wasserbad erwärmen. So verflüchtigen sich eventuelle Anteile von Furan, einem Schadstoff der sich beim Sterilisieren der Fertigbreie bildet.

Babybrei-Menü

Im Jahr 2020 wurden von Stiftung Warentest 20 Babymenüs im Glas getestet. Nur sieben Babybreie erhalten die Bewertung “gut” und gelten damit als empfehlenswert. Es wird (noch immer) kritisiert, dass der Babybrei im Glas zu wenig Eisen enthält. Auch zugesetztes Eisen ist nachteilig, weil der Körper dieses schlechter aufnimmt, als das natürliche Eisen in Fleisch und Fisch.

Immerhin scheinen die Gläschen nun mehr Fett zu enthalten, was in früheren Untersuchungen häufig kritisiert wurde. Im aktuellen Test von Stiftung Warentest dagegen wiesen die meisten Babybreie einen guten Fettgehalt auf. Achte darauf, welches Öl als Zutat enthalten ist. Rapsöl ist meist am besten.

Gleich drei vegetarische Menüs schnitten im Test gut ab. Sie enthalten, dank Linsen und Co., oft mehr Eisen, als ein Gläschen Babybrei mit Fleisch.

Besonders gute Bewertungen bekamen:

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Öko-Test hat in 2019 insgesamt 17 Gemüsebreie mit Fleisch getestet. Alle Hersteller hatten eine eher geringe Fleischmenge im Glas (unter 9 Prozent). Die Bewertung “Gut” haben die folgenden Babybreie erhalten: 

Gemüsebrei

Auch Gemüsebreie wurden 2019 von Öko-Test untersucht, 13 insgesamt. Die meisten Gläschen wurden mit „Gute“ und „Befriedigend“ eingeschätzt. Vier der Breie erhielten ein “Sehr Gut”:

  • Babydream Kürbis mit Kartoffel
  • Babydream Pastinake pur
  • dm Bio Kürbis pur
  • Lebenswert Bio Karotte pur

Tipp

Rühre bei Breien mit Gemüse kurz vor dem Füttern noch einen Teelöffel gutes Öl ins Gläschen, um deinem Baby zusätzliche Energie zu geben.

Obstbrei

Ein Fruchtbrei im Glas sollte unter den Zutaten nur die jeweiligen Früchte aufweisen und kein zusätzliches Fruchtsaftkonzentrat. In 2019 hat Öko-Test 20 verschiedene Obstbreie untersucht und die folgenden Babybrei-Gläschen mit “Gut” bewertet: 

Fazit

Obwohl Säuglingsnahrung sehr strengen Anforderungen unterliegt, gibt es doch Unterschiede in Qualität und Zusammensetzung. Daher lohnt es sich, die Tests von Stiftung Warentest und Öko-Test zu lesen. Die Zeitschriften lassen sich oft auch über die lokale Bibliothek beziehen.

Milch-Getreide Brei

Der Milch-Getreide-Brei lässt sich schnell selber zubereiten. Es gibt ihn aber auch als Fertigbrei, entweder im Gläschen oder als Pulver zum Anrühren mit Wasser.

In 2019 hat Stiftung Warentest 19 Milch-Getreide-Breie (Fertigbreie) untersucht. Lediglich drei erhalten die Bewertung “Gut”. Ein großer Kritikpunkt ist der Zuckeranteil. Obwohl auf den meisten Produkten “ohne Zuckerzusatz” steht, wird dennoch “natürliche Süße” hinzugefügt, damit der Brei süßer schmeckt. Dies erfolgt oft in Form von Saftkonzentraten oder über Süßmolkenpulver und Molkenerzeugnisse, die viel Lactose (=Milchzucker) enthalten. Weitere Kritikpunkte waren eine nicht optimale Nährstoffzusammensetzung sowie enthaltene Schadstoffe.

Die drei mit “Gut” bewerteten Milch-Fertigbreie sind:

Trotz Studieren der Zutaten des Produktes ist es oft schwer zu erkennen, ob der Brei süßer ist als normal. Probiere den Milchbrei zunächst selber einmal. Wenn er für dich süß schmeckt, ist das Produkt zu süß und nicht so gut für dein Baby. Oder vergleiche die Nährwertangaben pro 100 g Pulver Milch-Fertigbrei ähnlicher Produkte direkt im Geschäft. Achte vor allem auf den Wert unter “Kohlenhydrate, davon Zucker”. Hier ein Beispiel:

versus

40,4 g Zucker im Bebivita Milchbrei Kakao*

Gut 15 g mehr Zucker pro 100 g Pulver ist ein großer Unterschied!

Fazit

Der Getreide-Brei sollte aus Vollkorn sein und möglichst noch keine Milch enthalten. Denn die Fertig-Milchbreie sind gerne zusätzlich gesüßt oder enthalten unnötige Aromen.

Trinkmahlzeiten

Im Sortiment der Säuglingsnahrung finden sich auch Breie zum Trinken, Trinkmahlzeiten und Gute-Nacht-Fläschen. Sie gelten als Alternative zum Mittags- oder Abendbrei. Allerdings sind diese trinkbaren Mahlzeiten nicht für Babys geeignet. Sie haben eine hohe Energiedichte, wodurch das Risiko der Überfütterung höher ist.

Zudem dient die Beikost dem Übergang von flüssiger auf feste Nahrung, wobei das Kind lernt, mit halbfester und fester Nahrung umzugehen. Eine trinkbare Mahlzeit ist also ein Rückschritt in dieser Entwicklung, zurück zur flüssigen Nahrung. 

Und was ist mit dem Obst-Brei aus der Tüte?

Die sogenannten Quetschies sind beliebt bei kleinen Kindern, weil sie so herrlich süß sind. Zwar kommt der Zucker aus dem Obst, dennoch wird die Süße oft zusätzlich durch Saftkonzentrate erhöht.

In einer Untersuchung von Öko-Test nur eines der 15 untersuchten Quetschies die Bewertung „Gut“ erhalten. Neben dem hohen Zuckergehalt sind auch häufiger Rückstände chemischer Pflanzenschutzmittel zu finden. Hier schneiden Obstbreie aus dem Glas besser ab, da diese den strengeren Anforderungen für Beikost unterliegen.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. äußert sich hierzu kritisch; Quetschies haben einen sehr hohen Zuckergehalt aber wenig Nährstoffe. Bei regelmäßigem Verzehr ist daher mit einem Mangel an wichtigen Nährstoffen zu rechnen sowie mit einem erhöhten Risiko für Karies und Übergewicht. Außerdem sollte Beikost mit dem Löffel gefüttert oder durch das Kind selber gegessen werden.  

Wie mache ich Babybrei selber?

Babybrei selber zu kochen ist sehr einfach. Dafür brauchst du nicht mal jeden Tag in der Küche stehen und kochen. Denn mit ein paar Tricks lässt sich der Aufwand bei der Zubereitung relativ gering halten. Hier erfährst du, wie es geht!

Auf Hygiene achten

Säuglinge sind empfänglicher für eine Lebensmittelinfektion als ältere Kinder oder Erwachsene, weil ihr Immunsystem noch schwach ist. Daher ist bei der Zubereitung von Babybrei auf Sauberkeit zu achten: 

  • regelmäßiges Händewaschen
  • Sauberkeit in der Küche (Reinigung von Arbeitsflächen, Spülbecken, Schwämmen, Lappen, Handtüchern, etc.)
  • Gemüse und Obst gründlich mit kaltem Wasser waschen

Rohes Fleisch und rohe Eier sind besonders anfällig für Bakterien. Hier gilt:  

  • stets gut gekühlt und richtig lagern
  • beim Kochvorgang ausreichend erhitzen (vollständig garen)
  • nach dem Umgang mit rohem Fleisch Hände, Küchenutensilien und Arbeitsfläche gründlich reinigen

Schonende Zubereitung

Umso schonender Lebensmittel zubereitet werden, umso mehr Nährstoffe bleiben erhalten. Das heißt: 

  • kurze Garzeit,
  • niedrige Hitze und
  • möglichst wenig Wasser.

Das Dampfgaren ist eine schonende Zubereitung, da das Gemüse im Dampf gegart wird und keinen direkten Kontakt mit dem Wasser hat. Hierfür: 

  • einen Topf 1-2 cm hoch mit Wasser füllen (kein Salz ins Wasser)
  • das Wasser zum Kochen bringen
  • das Gemüse in einen Einsatz zum Dampfgaren* geben und in den Topf stellen
  • Hitze etwas runterstellen (soll weiter köcheln) und den Topf mit dem Deckel gut verschließen
  • das Gemüse für 6-10 Minuten garen (je nach Größe)
Auch Fleisch und Fisch lässt sich so gut garen. Wer Lebensmittel häufig und gerne dämpft, wird an einem Dampfgarer* Freude haben. Es gibt auch Töpfe mit einem passenden Aufsatz zum Dampfgaren*.

Das Dünsten ist ebenfalls eine schonende Garmethode. Gebe hierfür ein bisschen (wenige Esslöffel) Wasser oder Öl in den Topf oder die Pfanne, zusammen mit dem geschnittenen Gemüse/Kartoffeln/Fleisch/Fisch. Bei niedriger bis mittlerer Temperatur (die Flüssigkeit sollte köcheln, aber nicht verkochen) werden die Zutaten nun bei geschlossenem Deckel gekocht. Rühre gelegentlich um, damit es nicht anbrennt und alles gleichmäßig gar wird.

Gemüse nicht weich kochen, sondern bissfest. Die Garzeit ist abhängig von der Sorte und von der Größe der Stücke. Kartoffeln, Fleisch und Fisch müssen vollständig gegart werden.

Pürieren - Welche Konsistenz braucht der Babybrei?

Zu Beginn der Beikost ist es gut, wenn der Brei möglichst fein püriert ist, keine Stücke enthält und gut vom Löffel rutscht (also etwas flüssiger ist). Sobald das Füttern mit dem Löffel gut klappt, kann der Brei etwas fester werden. Dafür kommt beim Pürieren weniger Wasser dazu, wodurch sich zudem die Nährstoffdichte im Brei erhöht.

Spätestens ab dem dritten Monat kann der Brei etwas stückiger zubereitet werden. Hierfür wird gekochtes Gemüse sowie weiches Obst lediglich mit der Gabel zerdrücken. Andere Zutaten, die sich nicht einfach zerdrücken lassen (z. B. Fleisch), müssen weiterhin püriert werden.

Konsistenz der Babynahrung - Übersicht der 4 Phase, von feinem Babybrei über gröberem Babybrei hin zu Fingerfood
Wann hat die Babynahrung welche Konsistenz?

Das Pürieren geht sehr gut mit einem Pürierstab*. Hierfür alle Zutaten in einen schlanken, hohen Behälter geben. Bei größeren Mengen geht das Pürieren auch direkt im Topf, sofern dieser keine Anti-Haft-Beschichtung hat. Der Pürierstab* kann diese Beschichtung zerkratzen. Mit einem Standmixer* oder eine Küchenmaschine* lässt sich ebenfalls pürieren. Für kleine Mengen benutze ich sehr gerne einen Mini-Standmixer* Der ist bei mir täglich im Einsatz.

Falls beim Kochen des Gemüses Kochflüssigkeit übrig bleibt, solltest du diese als Flüssigkeit für den Brei verwendet. Denn die Vitamine, die das Gemüse beim Kochen verliert, gehen in das Kochwasser. 

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Babybrei wird in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahrt. Im Kühlschrank hält er sich für 24 Stunden, eingefroren (bei -18 °C) für zwei Monate. Ein erwärmter oder aufgetauter Brei darf nicht wieder eingefroren werden.

Gekaufte Babybrei-Gläser werden bei der Herstellung speziell konserviert und sind daher ungeöffnet mehrere Monate haltbar (bei Zimmertemperatur). Wenn du nur ein Teil des Gläschens brauchst, entnehme diese Menge und bewahre das restliche Glas verschlossen im Kühlschrank auf.

Krankheitserreger vermehren sich gerne bei Temperaturen zwischen 10°C und 60°C. Vermeide daher ein Warmhalten oder Lagern bei Zimmertemperatur.

Babybrei einfrieren

Gemüse, Fleisch und Fisch lassen sich gut in größeren Mengen kochen und dann portionsweise einfrieren. So kannst du viel Aufwand und Zeit sparen. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Alle Brei-Zutaten, mit Ausnahmen von Öl und Fruchtsaft, werden zusammen püriert und in geeignete Behälter gefüllt.
  2. Die Zutaten werden einzeln püriert und eingefroren.

Bei letztgenannter Möglichkeit kannst du den Brei jeden Tag neu zusammen stellen, je nachdem, wie viele der einzelnen Zutaten du auf Vorrat im Gefrierschrank hast.

Hinweis

Bei Kartoffeln kann sich durch das Einfrieren die Struktur ändern, was manche Babys nicht gerne mögen. Daher den Kartoffelbrei vor dem Füttern gut mit Gemüsebrei bzw. den übrigen Zutaten verrühren. 

Sobald die Zutaten fertig gekocht sind, werden sie püriert, in geeignete Gefäße* umgefüllt, verschlossen und beschriftet (Inhalt und Datum). Anschließend ist der Brei möglichst schnell herunterzukühlen, zum Beispiel durch ein kaltes Wasserbad oder, wenn es kalt genug ist, einfach nach draußen stellen. Fühlen sich die Brei-Gefäße nur noch lauwarm an, kannst du sie in den Gefrierschrank stellen.

Getreidebrei, egal ob mit oder ohne Milch, ist weniger geeignet zum Einfrieren, da sich hier oft die Konsistenz ändert. Zudem ergibt sich dadurch kein wirklicher Vorteil, weil sich der Getreidebrei einfach und schnell anrühren lässt. Das Obstpüree für diesen Babybrei lässt sich dagegen gut einfrieren.

Die besten Behälter zum Einfrieren von Babybrei

Zur Aufbewahrung eignen sich Kunststoffbecher zum Einfrieren* oder spezielle Gläser*. Werden nur kleine Mengen Babybrei benötigt, ist eine Eiswürfelform* ideal. Es gibt auch größere Eiswürfelformen* für größere Portionen. Sobald der Brei in der Form gefroren ist, die Würfel herauslösen und in einen Gefrierbeutel umfüllen. Dann kann bei Bedarf die gewünschte Menge entnommen werden.

Auftauen von Babybrei

Das Auftauen sollte möglichst zügig erfolgen, im Wasserbad oder in einem speziellen Beikosterwärmer*. Ein langes Auftauen über Nacht im Kühlschrank erhöht die Gefahr der Keimbildung. Der Brei muss nach dem Auftauen nicht nochmal aufkochen. Es reicht, den Babybrei auf die richtige Fütter-Temperatur zu erwärmen (Körpertemperatur).

Welche Lebensmittel ab wann?

Der Magen bzw. die Verdauung deines Babys muss sich nun an viele neue Lebensmittel gewöhnen. Da ist es gut, mit dem Essen zu beginnen, das leicht zu verdauen und sanft zum Magen ist. Aus diesem Grund gibt es altersabhängige Empfehlungen, ab wann dem Kind welche Lebensmittel angeboten werden sollten. 

Allerdings sind die „ab wann“ Empfehlungen manchmal durchaus unterschiedliche, nicht zuletzt, weil einige Hersteller von Babynahrung ein Interesse daran haben, dass Babys eher früh mit Beikost beginnen. Beim Baby Led Weaning gibt es diese “ab wann” Empfehlungen gar nicht. Hier dürfen Babys von Anfang an eine große Vielfalt essen.

Eltern müssen sich nicht streng an diese Empfehlungen halten. Für die ersten Mahlzeiten ist die Übersicht gut, um mit leicht verdaulichen Zutaten zu beginnen. Danach ist es wichtiger, stets darauf zu achten, wie dein Baby die Lebensmittel verträgt. Manche Babys haben bereits einen recht robusten Magen und vertragen Neues sehr gut. Andere sind etwas empfindlicher und reagieren leichter, z. B. mit Blähungen.

Tabellarische Übersicht, welche Lebensmittel ab welchem Alter im Rahmen der Beikost mit Babybrei eingeführt werden sollten
Beikosteinführung - Ab wann sind welche Lebensmittel geeignet?

Abwechslung bei der Beikost

Zwar haben die meisten Babys kein Problem damit, über mehrere Tage hinweg den gleichen Brei zu essen. Dennoch ist Abwechslung empfehlenswert: 

  • Nährstoffe: Durch eine abwechslungsreiche Ernährung erhält dein Baby eine größere Vielfalt an Nährstoffen. Dadurch kann eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen besser sichergestellt werden. 
  • Geschmackssinn: Wenn dein Baby regelmäßig neue Geschmacksrichtungen kennenlernt, ist er meist eher bereit, Neues auszuprobieren. Oft führt diese Vielfalt dazu, dass dein Kind auch in den späteren Lebensjahren weniger wählerisch ist. 
  • Konsistenzen: Babys sind von Natur aus sehr neugierig und experimentieren gerne. Daher sollten ruhig unterschiedliche Konsistenzen angeboten werden. Ebenso kannst du deinem Baby ab und zu babygerechtes Fingerfood geben, welches er selber essen kann.

Zu Beginn der Beikost sind Babys gewöhnlich sehr interessiert an der Nahrung und lehnen neue Lebensmittel nicht so häufig ab. Im Kleinkindalter ist diese Ablehnung deutlich höher. Nutze dieses Interesse! Wird ein Lebensmittel doch abgelehnt, heißt das noch lange nicht, dass dein Baby dieses nicht mag. Oft muss er sich erst an den Geschmack gewöhnen. Dafür muss das Essen manchmal 10-mal oder sogar öfter probiert werden. Biete es daher immer wieder an.

Präferenzen bilden sich auch durch Nachahmung. Neue Lebensmittel werden eher akzeptiert, wenn dein Baby mit der Familie am Tisch sitzt und alle essen. 

Wie viel Eisen braucht mein Baby?

Babys und Kinder brauchen besonders viel Eisen, weil sie so schnell wachsen. Zum Glück kann Eisen gut über die Nahrung aufgenommen werden. Wichtige Eisenlieferanten sind tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Eigelb. Es gibt auch viele pflanzliche Lebensmittel, die Eisen enthalten. Gibt es jeden Tag eine eisenreiche Mahlzeit, ist eine gute Eisenversorgung sehr wahrscheinlich.

Wie viel Eisen der Körper letztendlich aufnimmt, ist nicht allein vom Eisengehalt des Essens abhängig, sondern von der Eisenverfügbarkeit und der Kombination mit anderen Lebensmitteln:

  • Bereits kleine Mengen an Fisch/Fleisch fördern die Aufnahme von pflanzlichem Eisen, daher ist es gut, tierische und pflanzliche Eisenquellen zu kombinieren.
  • Durch Beigabe von Vitamin C (z. B. durch Brokkoli, Fenchel oder Papaya) oder/und von Fruchtsäure (z. B. Orangensaft) kann der Körper das Eisen noch besser aufnehmen.
  • Milch und Milchprodukte hemmen dagegen die Eisenaufnahme. Daher ist bei der täglichen eisenreichen Mahlzeit auf Milchprodukte zu verzichten.

Was ist bei den Zutaten für den Babybrei zu beachten?

Muss es immer Bio sein? Gemüse und Obst in Bio-Qualität ist nicht automatisch gesünder oder besser. Auch aus Produkten ohne Bio-Siegel lässt sich guter Babybrei kochen. Dennoch haben Bio-Produkten oft Vorteile: 

  • eine geringere Belastung mit Rückständen (z. B. Pestizide)
  • geschmackvoller
  • enthalten oft etwas mehr sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Ballaststoffe

Gemüse und Obst

Gerade bei Obst und Gemüse ist die Frische ausschlaggebend. Wähle daher möglichst regionale und saisonale Produkte, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass diese auch tatsächlich frisch und noch voller Nährstoffe sind. 

Tiefkühlgemüse ist nicht schlechter, sondern oft sogar besser. Denn frisches Gemüse verliert mit jedem Tag der Lagerung Vitamine und Nährstoffe. Tiefkühlgemüse wird gewöhnlich direkt nach der Ernte kurz blanchiert, um die Keimzahl zu verringern, und dann eingefroren. Dadurch bleiben die Nährstoffe weitestgehend erhalten und das auch über einen längeren Zeitraum.

Hinweis

Spinat und Rote Beete sollte nicht auf Vorrat gekocht, sondern nur frisch in den Brei kommen. Durch erneutes erhitzen kann sich hier vermehrt Nitrat bilden.

Für den Babybrei lässt sich fast jedes Gemüse verwendet. Am Anfang der Beikost eignet sich besonders: 

  • Fenchel (stuhlauflockernd)
  • Kürbis (stuhlfestigend)
  • Möhre / Karotte (stuhlfestigend)
  • Pastinake (stuhlfestigend)
  • Zucchini (stuhlauflockernd)
  • Kohlrabi (stuhlauflockernd)

Beim Obst sind die folgenden Sorten besonders verträglich und daher gut für den Beginn der Beikost: 

  • Apfel (stuhlauflockernd, wenn gedünstet/gekocht)
  • Avocado (stuhlauflockernd)
  • Banane (stuhlfestigend)
  • Birne (stuhlauflockernd)
  • Melone (stuhlauflockernd)
  • Pflaume (stuhlauflockernd)

Avodaco enthält viel gesundes Fett. Sie schmeckt lecker im Babybrei, z. B. als Ersatz für das Öl oder um den Brei reichhaltiger zu machen.

Auch bei Obst können Tiefkühlprodukte (ohne Zusätze) verwendet werden, wenn gerade nichts Frisches im Haus ist. Aus der Dose sollte das Obst möglichst nicht kommen, denn hier ist oft Zucker zugesetzt. Zudem ist der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen geringer.

Gerade bei Bio-Obst kann die (essbare) Schale auch dran bleiben, denn sie liefert gute Ballaststoffe und direkt unter der Schale sitzen viele Vitamine. Ein gründliches Waschen der Frucht ist wichtig.

Kartoffeln und Getreide

Für den Brei kannst du eine beliebige Kartoffelsorte wählen. Es muss aber auch nicht immer Kartoffel sein. Gute Alternativen sind: 

  • Süßkartoffeln
  • Vollkornnudeln
  • Naturreis
  • Hirse
  • Getreideflocken / Instant-Getreidebrei (ohne Milch, also kein Fertigbrei)

Da Bio-Getreide nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt wird, ist die Qualität hier häufig besser. Verwende bevorzugt Vollkorn, denn dieses erhält mehr Nährstoffe und Ballaststoffe: 

  • Haferflocken (auch als glutenfrei erhältlich*) sind sehr beliebt, weil sie leicht verdaulich sind und relativ viel Eisen enthalten. 
  • Weizen (enthält Gluten) ist geschmacksneutral und ebenfalls beliebt, vor allem als Vollkorn-Grieß* oder als Vollkornnudeln. 
  • Reis (glutenfrei) ist geschmacksneutral und leicht verdaulich. Reis wird erst gekocht und dann mit dem Gemüse püriert. Reisflocken* werden einfach in heißes Wasser (oder Brei) gerührt. 
  • Hirse (glutenfrei) enthält viel Eisen, gute Mineralstoffe und ist leicht verdaulich. Hirsekörner werden erst gekocht und dann mit dem Gemüse püriert. Schneller geht die Zubereitung mit Hirseflocken* oder Instant-Hirseflocken*. 
  • Dinkel (enthält Gluten) hat einen leicht nussigen Geschmack und mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weizen. Manche finden Dinkel auch bekömmlicher als Weizen. Beliebt sind Dinkelgrieß* und Dinkel-Getreidebrei*. 

Rohes Getreide ist im ersten Lebensjahr zu vermeiden, weil dies nur schwer zu verdauen ist.  Daher werden zum Beispiel Haferflocken immer erst gekocht. Instantflocken oder Schmelzflocken wurden speziell verarbeitet und gelten nicht als rohes Getreide. Daher kann man diese direkt in die Milch oder den Gemüsebrei rühren. 

Fleisch, Fisch und Ei

Rotes Fleisch (Rind, Lamm und Kalb) hat am meisten Eisen. Aber auch Hähnchen, Pute und Schwein (weißes Fleisch) sind gut. Hackfleisch lässt sich zwar besser pürieren, ist aber oft sehr fettig, was schwerer zu verdauen ist. Für die ersten 1-2 Monate der Beikost ist daher mageres Fleisch besser.

Beim Fisch dagegen darf es ruhig fettig sein. Daher ist Lachs ein Favorit beim Babybrei. Gute, fettige Fischsorten sind unter anderem:

  • Lachs
  • Makrele
  • Sardine
  • Sprotte
  • Aal

Aber auch weniger fettige Fische liefern wichtige Nährstoffe:

  • Kabeljau
  • Pangasius
  • Schellfisch
  • Rotbarsch
  • Seelachs
  • Forelle
  • Scholle

Große Fische, wie z. B. Thunfisch und Heilbutt, sind häufiger mit Schadstoffen (insbesondere Quecksilber) belastet und für Babys eher ungeeignet.

Fisch muss unbedingt frisch sein, daher ist hier die tiefgefrorene Variante gut. Auch beim Fisch ist Bio-Qualität oft besser. Fischbrei kann durch das Einfrieren eine andere Konsistenz bekommen, was manche Babys nicht mögen. Probiere es aber ruhig mal aus und verrühre den Fisch gut mit dem Gemüse. Frisch zubereitet schmeckt der Brei jedoch meist besser.

Eier dürfen Babys Eier essen, wenn diese vollständig gegart sind. Jeden Tag ein Ei wäre jedoch zu viel.

Vitamin C

Damit der Körper das in vielen Lebensmitteln enthaltene Eisen besser aufnehmen kann, wird der Mahlzeit etwas Vitamin C zugefügt. Bei Babybrei erfolgt dies meist in Form von Vitamin-C-reichem Saft oder durch Obst. Es gibt aber auch einige Gemüsesorten die viel Vitamin C enthalten, viel mehr als z. B. Orangen:

  • Brokkoli
  • Rosenkohl 
  • Grünkohl 
  • Fenchel
  • Blumenkohl
  • Kohlrabi
  • Petersilienwurzel
  • Süßkartoffel

 

Wenn im Babybrei ein sehr Vitamin-C-reiches Gemüse drin ist, muss nicht zusätzlich noch Saft in den Brei.

Übersicht mit 8 Gemüsesorten, die viel Vitamin C enthalten und gut für den Babybrei sind
Auch Gemüse hat viel Vitamin C

Diese Obstsorten enthalten besonders viel Vitamin-C und sind daher gut für den Getreide-Obst-Brei geeignet: 

  • Schwarze Johannisbeeren (177 mg / 100 g)
  • Papaya (80 mg / 100 g)
  • Kiwi (46 mg / 100 g)
  • Mango (37 mg / 100 g)
  • Cantaloupe (37 mg / 100 g)
  • Honigmelone (32 mg / 100 g)

Welches Öl ist am besten für den Babybrei?

Öl im Babybrei liefert zusätzliche Energie, die Babys brauchen. Zudem ermöglicht es die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und ist gut für das Gehirn. Besonders gesund sind Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Omega-3. Der Anteil an gesättigten Fettsäuren sollte dagegen gering sein und unter 20 % liegen (wird auf dem Etikett ausgewiesen).

Das Öl wird erst kurz vor dem Füttern in den Brei gerührt. Auf 200 g Babybrei kommen etwa:

Mittagsbrei mit Gemüse = 1 Esslöffel 

Getreide-Obst-Brei = 1 Teelöffel 

Milch-Getreide-Brei = enthält bereits Fett aus der Milch

Es ist nicht notwendig, spezielle Beikost-Öle zu kaufen! Wer ein Beikost-Öl verwenden möchte, sollte Byodo Beikostöl Extra Mild* oder Hipp 100% Bio Rapsöl* kaufen. Beide haben in einer Analyse von Öko-Test (in 2019) das Urteil “Gut” erhalten.

Rapsöl ist besonders beliebt für die Beikost. Es ist neutral im Geschmack, hat viele ungesättigte Fettsäuren (auch Omega-3) und Vitamin E. In 2018 hat Stiftung Warentest 23 Rapsöle getestet. Dabei schnitten die meisten mit “Gut” ab. Die beste Note (1,8) ging an: 

  • Aldi Nord Buttella Raps Vitalöl (kaltgepresst)
  • dm Bio Rapsöl nativ (kaltgepresst)
  • Edeka Gut & Günstig Rapskernöl (kaltgepresst)
  • Lidl Vita D’or Natives Rapskernöl (kaltgepresst)
  • Rapso 100% reines Rapsöl (raffiniert)

Olivenöl ist ebenfalls ein sehr gesundes Öl mit vielen ungesättigten Fettsäuren. Es ist jedoch intensiver im Geschmack. Stiftung Warentest hat in 2020 die folgenden Olivenöle mit “Gut” bewertet: 

  • Aldi Süd Bio Natives Olivenöl extra (2,3)
  • Bertolli Natives Olivenöl extra* (Gentile oder Originale) (2,3)
  • Lidl Primadonna Bio Natives Olivenöl extra (2,3)
  • Aldi Nord GutBio Olivenöl nativ extra (2,4)

Leinöl ist besonders reich an Omega-3-Fettsäuren und regt den Stoffwechsel an. Es hat allerdings einen recht eigenen Geschmack.

Bio, nativ oder raffiniert?

Bio-Öle (nativ oder raffiniert) werden aus ökologisch angebauten Rohstoffen hergestellt, die frei von Pestiziden sind.

Native oder kaltgepresste Öle werden ohne Wärmezufuhr behandelt und enthalten daher besonders viele Nährstoffe. Native Öle sind gesünder und geschmacksintensiver. Allerdings eignen sie sich nicht zum Braten. Die meisten nativen Öle darf man bis maximal 175 °C erhitzen, manche aber auch gar nicht.

Raffinierte Öle werden in der Herstellung mehr erhitzt und behandelt. Dadurch gehen viele Nährstoffe verloren und es können Fettschadstoffe entstehen. Sie eignen sich aber gut zum Braten und sind meist geschmacksneutral.

Der Mittagsbrei: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei gibt dem Baby vor allem Energie, Eisen und Vitamine. Bei selbstgemachtem Babybrei muss nicht jeden Tag Fleisch rein:  

  • 3-4 x pro Woche Fleisch
  • 1-2 x pro Woche Fisch
  • 2 x pro Woche vegetarisch
Das Fleisch bzw. der Fisch kann zusammen mit dem Gemüse dampfgegart werden. Jedoch hat Fleisch eine längere Kochzeit. Schneide es daher in kleinere Stücke als das Gemüse oder koche es separat. Gerade beim Fleisch ist es praktisch, dieses in größeren Mengen zu kochen und dann püriert in einer Eiswürfelform* einzufrieren. 

Rezept und Zubereitung

Im Grundrezept für den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei sind: 

  • 100 g Gemüse (geputzt und geschält)
  • 50 g Kartoffel (geschält)
  • 30 g Fleisch
  • 20 ml Vitamin-C reicher Saft 
  • 15 ml (1 EL) Öl
  • Wasser nach Bedarf

Die Menge ist lediglich ein grober Richtwert und zeigt vielmehr die Proportionen der einzelnen Zutaten. Dein Kind kann mehr oder weniger Babybrei essen. 

  1. Gemüse waschen, Enden / nicht essbare Teile abschneiden, wenn nötig dünn schälen. Kartoffel waschen und schälen. 
  2. Alles nochmal kurz abspülen und in Stücke schneiden. Dabei Gemüse mit einer kürzeren Garzeit, wie z. B. Brokkoli oder Zucchini, in größere Stücke schneiden als die Kartoffel. 
  3. Das Fleisch / den Fisch (ohne Gräten!) in kleine (< 1 cm) Stücke schneiden.
  4. Gemüse, Kartoffel und Fleisch/Fisch in einen Topf, Dämpfeinsatz* oder Dampfgarer* geben und garen. Das Gemüse sollte noch bissfest sein. Das Fleisch / der Fisch muss vollständig gegart sein. 
  5. Die Zutaten mit der Kochflüssigkeit und Vitamin-C-reichem Saft pürieren. Falls der Brei zu fest ist, etwas mehr Wasser dazu geben. 
  6. Brei abkühlen lassen und vor dem Füttern das Öl unterrühren.  

Vegetarischer Gemüse-Getreide-Brei

Auch über eine vegetarische Ernährung kannst du dein Baby mit ausreichend Eisen versorgen. Wähle für den Gemüse-Getreide-Brei und den Getreide-Obst-Brei regelmäßig pflanzliche Lebensmittel mit einem hohen Eisenwert. Die besten eisenreichen Zutaten für einen vegetarischen Babybrei sind:

  • Linsen
  • Hirse
  • Vollkornzwieback (ohne Zucker!)
  • Kichererbsen
  • Erbsen
  • Haferflocken
  • Grünkern
  • Vollkornnudeln
  • Schwarzwurzeln
  • Naturreis
  • Mehrkorn-Getreidebrei

Vorsicht beim Vollkornzwieback: viele Hersteller fügen Zucker hinzu (um die 10 g Zucker pro 100 g Zwieback). Und Salz ist meistens auch drin (rund 1 g pro 100 g Zwieback). Achte beim Kauf darauf, dass unter den Zutaten kein Zucker aufgeführt ist, wie bei diesem Bio Dinkel Zwieback*, und verwende nur kleine Mengen für den Babybrei (rund 20 g).

Liste der besten eisenreichen Lebensmittel für einen vegetarischen Babybrei
Auch ein vegetarischer Babybrei kann viel Eisen haben

Der Abendbrei: Milch-Getreide-Brei

Der Milch-Getreide-Brei soll das Baby vor allem mit Kalzium versorgen, welches u. a. wichtig für Knochen und Zähne ist. Vollmilch (3,5 oder 3,8 % Fett) in Form von pasteurisierter Frischmilch oder ultrahocherhitzte H-Milch ist gut für den Babybrei und liefert viel Kalzium.

Muttermilch oder Säuglingsmilch sind ebenso für den Babybrei geeignet. Wichtig ist, sowohl Muttermilch als auch Säuglingsmilch nicht zu kochen, sondern maximal auf 40 °C zu erhitzen! Zudem wird der Brei mit Mutter- oder Säuglingsmilch etwas flüssiger, weil sie eine andere Zusammensetzung haben als Kuhmilch. Daher ruhig zunächst mit etwas weniger Flüssigkeit anrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Rezept und Zubereitung

Die meisten Rezepte bestehen aus:

  • 200 ml Milch
  • 20 g Vollkorngetreide
  • 20 g Obstpüree

Je nach Getreideart und verwendeter Milch unterscheidet sich die Zubereitung, welche sich meist auf der Verpackung finden lässt. Instant-Getreidebrei wird direkt in die warme Milch gerührt werden. Hierfür die Kuhmilch kurz aufgekocht, Muttermilch nur leicht erwärmt (maximal auf 40 °C) und Folgemilch gemäß Anleitung zubereitet. Normale Haferflocken, Hirseflocken und Schmelzflocken zusammen mit der Milch kurz aufkochen.

Für das Obstpüree das Obst gründlich waschen, Kerne etc. entfernen und wenn nötig schälen. Essbare Schale kann bei Produkten in Bio-Qualität auch dran bleiben, wenn das Obst püriert wird. Die Schale liefert gute Ballaststoffe und viele Vitamine sitzen direkt unter der Schale. Weiche Früchte lassen sich auch mit der Gabel zerdrücken. Das Obstpüree erst kurz vor dem Füttern zerdrücken/pürieren und in den abgekühlten Babybrei rühren.

Der Nachmittagsbrei: Getreide-Obst-Brei

Der Getreide-Obst-Brei hat viel Energie (Kohlenhydrate) sowie Eisen, Vitamine, Magnesium und Ballaststoffe.

Zutaten und Zubereitung sind ähnlich wie beim Milch-Getreide-Brei, außer dass statt Milch Wasser verwendet wird. Zudem wird am Ende 1 Teelöffel Öl hinzugegeben, da das Fett aus der Milch fehlt. Statt Wasser kannst du für diesen Brei auch Muttermilch verwenden, denn sie fördert die Aufnahmen von Eisen im Körper des Kindes.

Rezept und Zubereitung

Das Grundrezept für den Getreide-Obst-Brei besteht aus: 

  • 90 ml Wasser
  • 20 g Vollkorngetreideflocken
  • 100 g Obst (zerdrückt oder püriert)
  • 1 Teelöffel Öl

Die Vollkorngetreideflocken in das Wasser rühren und kurz aufkochen. Instant-Getreidebrei kann in warmes Wasser gerührt werden. Den Babybrei abkühlen lassen und dann das Obstpüree und das Öl unterrühren. 

Falls du Muttermilch verwenden möchtest, verwende Instant-Getreidebrei. Die Muttermilch leicht erwärmen (maximal auf 40 °C) und das Instant-Pulver einrühren. Anschließend Obstpüree und Öl unterrühren.

Welches Essen ist zu vermeiden?

Für Babys unter 12 Monaten sind folgende Lebensmittel ungeeignet 

  • Salz
  • Zucker / Süßungsmittel
  • Honig / Ahornsirup
  • scharfe Gewürze
  • rohes Fleisch / Fisch / Eier
  • gepökelt oder geräuchertes Fleisch
  • Rohmilch
  • Wurst / Wurstwaren (enthalten viel Salz, nur in sehr kleinen Mengen okay)
  • gesüßte Getränke wie Limonade, Eistee, gesüßter Tee, etc.
  • Kaffee, Schwarztee, Grüntee
  • Alkohol (auch nicht zum Kochen oder Backen)
  • Fettreduzierte Lebensmittel
  • Frischkornbrei (Mahlzeit aus frisch geschroteten Getreidesorten, dieser muss für Kleinkinder erst erhitzt werden)

Auf Salz und Zucker ist nicht nur aus gesundheitlichen Gründen zu verzichten, sondern auch, weil die frühen Geschmackserfahrungen sehr prägend sein können. Das heißt, wenn Babys schon früh relativ süß und salzig essen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch als ältere Kinder und Erwachsene das Essen eher süß und salzig bevorzugen. Dadurch haben sie ihr Leben lang eine Tendenz zu eher ungesundem Essen.

Bei kleinen, harten Lebensmitteln besteht die Gefahr des Verschluckens. Daher sollten Kinder unter 3 Jahren diese nicht als Ganzes bekommen. Das gilt zum Beispiel für

  • Weintrauben (der Länge nach halbieren oder vierteln)
  • Johannisbeeren (zu Mus zerdrücken)
  • Blaubeeren (halbieren)
  • ganze Nüsse und Samen (nur gemahlen oder als Mus)
  • kleine Cherry-Tomaten (der Länge nach halbieren oder vierteln)

Braucht mein Baby zusätzlich Jod?

Während der Zeit des Stillens wird Müttern empfohlen, ausreichend Jod einzunehmen, damit das Kind über die Muttermilch mit Jod versorgt wird. Auch über die Beikost muss das Kind Jod erhalten. Das bedeutet allerdings nicht, dass Babys nun Jodsalz bekommen sollen, da Salz weiterhin nicht gut ist für Säuglinge und kleine Kinder. 

Gekaufter Babybrei ist häufig mit Jod angereichert (ist auf der Verpackung angegeben). Wer den Brei selber kocht, kann auf Fisch zurückgreifen. Insbesondere Schellfisch, Seelachs und Kabeljau haben einen hohen Wert an Jod. Auch Milch und Milchprodukte liefern kleinere Mengen Jod. Ob dein Baby zusätzlich Jod benötigt, solltest du mit einem Arzt besprechen.

Allergieprävention während der Beikost

Nahrungsmittelallergien treten oft bereits im Kindesalter auf. Es gibt Lebensmittel, die häufiger Allergien auslösen, als andere. Dazu zählen vor allem Kuhmilch, Ei, Weizen, Nüsse (insb. Erdnüsse) sowie Fisch und Meeresfrüchte.

Während des Stillens ist es nicht notwendig oder förderlich, dass die Mutter auf bestimmte Lebensmittel verzichtet. Die Ernährung der Mutter beeinflusst nicht das Risiko einer Nahrungsmittelallergie für das Baby. 

Die Beikost sollte abwechslungsreich sein und regelmäßig allergene Lebensmittel enthalten. Denn ein Vermeiden oder späteres Einführen von allergenen Lebensmitteln schützt das Kind nicht vor Allergien

Gluten

Eine Zeit lang galt die Aussage, dass die Einführung von Gluten zu Beginn der Beikost, wenn zudem weiter gestillt wird, das Risiko für Zöliakie reduziert. Allerdings wurde diese Einschätzung überarbeitet, mit der Erkenntnis, dass Stillen und der Zeitpunkt der Gluteneinführung sich weder positiv noch negativ auf das Risiko einer Zöliakie auswirken. Dennoch sollte dein Baby von Anfang an auch Gluten erhalten.

Bei der frühen Einführung verschiedenster Lebensmittel geht es nicht nur um die Vermeidung von Lebensmittelallergien, sondern um Allergien allgemein. So hat eine skandinavische Studie gezeigt, dass sich bei Kindern, die vor dem 1. Geburtstag Fisch gegessen haben, zum Beispiel auch das Heuschnupfenrisiko reduziert hat.

Zudem gilt die Annahme, dass die Muttermilch das Immunsystem des Babys unterstützt und dadurch neue Lebensmittel besser verdaut und vertragen werden. Daher ist die erste Zeit der Beikosteinführung, während das Kind zudem gestillt wird, gut geeignet, um allergene Lebensmittel einzuführen.

Liegt beim Baby ein hohes Risiko für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor, solltest du zunächst mit dem Arzt sprechen, bevor allergene Lebensmittel angeboten werden. Das gilt insbesondere für Erdnüsse

Buchempfehlungen für die Beikosteinführung mit Babybrei

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** Die hier festgehaltenen Informationen beruhen auf ausführlicher Recherche sowie meinen persönlichen Erfahrungen als Mutter. Ersuche im Zweifel den Rat eines Arztes oder eines Ernährungsberaters. Und lasse dein Baby niemals beim Essen alleine.