Wie backe ich Waffeln richtig – der Leitfaden

Waffeln sind schnell gemacht, lecker und sehr vielfältig. Egal ob süß oder deftig, egal ob Frühstück, Mittag oder Abendbrot, bei Waffeln sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Dieser Leitfaden zeigt euch, welche Waffeleisen gut sind, welche Utensilien ihr braucht und wie ihr gute Waffeln backt.


Welches Waffeleisen ist am besten?

Das Wichtigste beim Waffeln backen ist das Waffeleisen (auch Waffelautomat genannt). Das Gerät braucht nicht viel Schnickschnack. Es soll die Waffel gleichmäßig backen, gut in der Handhabung sein und auch das Reinigen sollte einfach möglich sein. Zudem empfiehlt es sich, ein Eisen mit Temperaturregler zu wählen, da manche Rezepte eine längere Backzeit bei niedriger Temperatur erfordern.

Im Grunde lassen sich zwei Arten unterscheiden:

Herzwaffeln: Die Waffel ist rund, eher flach, mit leichtem Muster. Eine gutes und günstiges Waffeleisen für Herzwaffeln, welches in vielen Tests sehr gut abschneidet, gibt es von Cloer (1629)*. Dieses Eisen hat einen Temperaturregler, eine Antihaftbeschichtung, bräunt gleichmäßig, backt schnell und nimmt nicht viel Platz weg. Allerdings kann das Waffeleisen auch außen heiß werden, hier also vorsichtig sein. Einen ausführlichen Test für das Cloer Waffeleisen gibt es hier.

Wenn ihr die Waffeln doppelt so schnell backen wollt bzw. eine größere, hungrige Familie habt, wählt den Doppelwaffelautomaten*.

Belgische Waffeln: Die Waffeln werden rechteckig, etwas dicker und die Löcher sind tiefer als bei Herzwaffeln. Sowohl das Domo DO 9074W* als auch das Krups FDK 251* sind gute und preiswerte Belgische Waffeleisen.

Das Domo* heizt schnell auf und die Temperatur ist manuell einstellbar. Es hat einen guten Auslaufschutz und steht sicher. Jedoch wird der Waffelautomat insgesamt nicht so heiß und daher dauert das Backen selber etwas länger als bei einigen anderen Modellen. Zudem bleibt der Waffelteig etwas leichter kleben. Eine ausführliche Testbeschreibung gibt es hier.

Das Krups* hat eine sehr gute Verarbeitung und einen Verschlussclip, der z.B. Kinder daran hindert, das Waffeleisen einfach zu öffnen. Nachteilig ist, dass der Griff bei längerem Einsatz sehr heiß wird und die Temperatur sich nicht regeln lässt. Eine ausführliche Testbeschreibung gibt es hier.

Beide Waffeleisen backen sehr gut und gleichmäßig Belgische Waffeln.


Waffeln für Baby Led Weaning (BLW)

Waffeln sind genau wie Pfannkuchen perfekt für kleine Hände. In Streifen geschnitten kann ein Baby sie gut festhalten und davon abbeißen. Zudem sind Waffeln weich und fluffig, sie lassen sich also auch ohne Zähne kauen bzw. lutschen.

Für Babys finde ich die Herzwaffeln ein kleines bisschen besser, weil sie insgesamt etwas weicher sind. Aufgrund der tiefen Löcher bei den Belgischen Waffeln kann der Teig im Loch manchmal etwas knusprig und hart werden. Andererseits bleibt bei den größeren Löchern der Belgischen Waffeln mehr Dip und Soße hängen. 🙂


Nützliche Utensilien zum Backen von Waffeln

Neben dem Waffeleisen gibt es noch ein paar weitere nützliche Utensilien, die ihr parat haben solltet:

  • Silikon-Spatel* oder Küchenzange* zum Herausholen oder Wenden der Waffel. Silikon verträgt die Hitze des Waffeleisens und zerkratzt es nicht. Auch eine Küchenzange aus Holz* oder Küchengabeln aus Holz* eignen sich gut.
  • Pinsel mit Silikonborsten zum Einfetten des Waffeleisens. Ihr könnt auch Pinsel mit Naturborsten* verwenden. Allerdings verlieren die gerne mal ein paar Borsten, die dann schnell im Essen landen. Auch vertragen die Naturborsten nicht immer die Hitze eines Waffeleisens.
  • Kuchengitter* zum Auskühlen der Waffeln (die Waffeln „schwitzen“ noch nach und werden daher auf z.B. einem Teller matschig). Die Waffeln nicht übereinanderlegen!


Die allererste Waffel

Die Bedienung eines Waffeleisens ist gewöhnlich einfach und selbsterklärend. Schaut euch dennoch vor der ersten Nutzung die Bedienungsanleitung an, insbesondere bzgl. erster Inbetriebnahme und Reinigung.

Wenn ihr ein neues Waffeleisen zum allerersten Mal benutzt, wischt es vorher mit einem feuchten Tuch aus. Beim ersten Anstellen kann es etwas riechen. Keine Sorge, das ist normal. Auch die erste Waffel kann etwas sonderlich schmecken. Daher ist es besser, diese zu entsorgen, vielleicht auch sogar die ersten drei Waffeln. Danach ist gewöhnlich alles okay und das Waffeleisen sofort einsatzfähig. Bei den nächsten Backvorgängen sollte das Waffeleisen weder riechen, noch die erste Waffel anders schmecken.


Wie backe ich gute Waffeln?

  1. Stellt das Waffeleisen an (auf mittlere Temperatur) und lasst den Deckel geschlossen. Wenn das Kontrolllämpchen leuchtet, ist das Eisen heiß genug und das Backen kann beginnen.
  2. Fettet das Eisen oben und unten mit etwas neutralem Öl ein, welches Hitze gut vertragen kann, z.B. Avocado-Öl. Hierfür eignet sich ein Silikonpinsel. Das Einfetten ist meist vor jeder Waffel erforderlich, es sei denn, es ist relativ viel Fett im Teig. Dann geht es oft auch ohne Einfetten.
  3. Nun könnt ihr den Teig auf das untere Eisen geben. Die erforderliche Menge kann sehr unterschiedlich sein, je nach Konsistenz des Teiges und Größe des Waffeleisens. Fangt erstmal mit einer kleineren Menge an, um ein Überlaufen zu vermeiden, denn der Teig geht beim Backen auf.
  4. Normalerweise verläuft der Teig von selber in der Form. Ist dieser jedoch eher zähflüssig oder ist z. B. viel Gemüse drin, müsst ihr mit der Rückseite eines Löffels etwas nachhelfen und den Teig im Eisen verteilen. Danach den Deckel schließen.
  5. Gerade bei der ersten Waffel solltet ihr regelmäßig prüfen, wie sie aussieht und ob sie fertig gebacken ist. Wenn ihr dann nach der ersten Waffel wisst, wie lange die Waffel backen muss, könnt ihr euch einfach die Küchenuhr bzw. euer Handy entsprechend stellen. So spart ihr euch ein ständiges Prüfen der Waffel.
  6. Ist die Waffel fertig, könnt ihr sie mit einem Silikon-Spatel* oder einem Pfannenwender* aus dem Eisen holen. Verwendet hier nichts spitzes wie Messer oder Gabeln (es sei denn sie ist aus Holz*), das kann die Antihaftbeschichtung beschädigen.
Geöffnetes Waffeleisen gefüllt mit einem Gemüse-Waffelteig
Waffeln richtig backen – Waffeln mit viel Gemüse


Temperatur

Sofern euer Waffeleisen einen Temperaturregler hat, sollte dieser bei den meisten Waffeln eher im mittleren Bereich stehen. Bei zu hohen Temperaturen wird die Waffel oft außen schon zu braun, währen sie innen drin noch roh ist. Bei zu niedrigen Temperaturen dagegen dauert das Backen einfach sehr lange.

Achtung, es kann heiß werden! Bei manchen Waffeleisen kann beim Backen heißer Wasserdampf aufsteigen. Auch kann, je nach Modell, der Griff und die Außenseite des Geräts manchmal sehr heiß werden. Passt auf, dass ihr euch hier nicht verbrennt, vor allem, wenn eure Kinder mitbacken oder in der Nähe sind.  


Wann ist die Waffel fertig?

Zumindest bei der ersten Waffel müsst ihr regelmäßig das Aussehen der Waffel prüfen. Wenn die Waffel goldbraun ist, könnt ihr sie aus dem Gerät holen und anschneiden. Ist sie innen noch roh, muss die Waffel noch länger backen. Dafür und für die folgenden Waffeln ggf. die Temperatur etwas runterstellen, damit die Waffel nicht zu braun wird. Enthält das Rezept Wasser, ist der Wasserdampf ein guter Richtwert. Kommt kein Wasserdampf mehr aus dem Gerät, ist die Waffel vermutlich fertig.  


Wie mache ich mein Waffeleisen sauber?

Waffeleisen mit herausnehmbaren Platten lassen sich am einfachsten reinigen. Aber auch ohne dem ist es meist nicht viel Aufwand, das Eisen wieder sauber zu machen.

Schon bevor ihr mit dem Backen der Waffeln anfangt, könnt ihr ein paar Tricks anwenden, um das anschließende Sauber machen zu begrenzen. Es ist z. B. wichtig, das Waffeleisen gut einzufetten, damit kein oder zumindest nicht viel Teig kleben bleibt. Zudem könnt ihr alte Zeitungen/Werbung oder anderes Papier unter das Waffeleisen legen. Ein mögliches Kleckern oder Überlaufen wird vom Papier aufgefangen, welches ihr anschließend einfach wegwerfen könnt. Wenn ihr am Ende des Backens einige Teigkrusten am Eisen seht, einfach direkt nach dem Ausstellen etwas Öl darauf geben, das löst die Krusten.

Nach dem Backen reicht es oft, das Waffeleisen mit einem Haushaltstuch abzuwischen, solange es noch warm (nicht heiß!) ist. Für eine noch bessere Reinigung das Haushaltstuch in einer Wasser-Essig-Mischung (1:1) eintunken.

Sind noch viele Krümel oder Fettreste im Waffeleisen, könnt ihr folgendes versuchen:

  • Nehmt ein paar Scheiben Toast, legt diese in das Waffeleisen (das noch an ist), macht den Deckel zu und lasst es für ein paar Minuten backen.
  • Ihr könnt auch aus Speisestärke (oder Backpulver) und Wasser (1:1 Mischung, z.B. 2 EL Speisestärke und 2 EL Wasser) einen Teig anrühren und diesen im Waffeleisen backen, ohne erneutes Einfetten des Eisens (es sei denn der Teig klebt sehr leicht an eurem Eisen fest). An dieser „Reinigungswaffel“ bleiben Krümel und Fett hängen.
  • Stellt das Waffeleisen auf niedrige Temperatur, legt ein feuchtes Geschirrtuch auf die Eisen und schließt den Deckel für etwa eine Minute. Der Dampf löst Krusten und Dreck.

Ihr habt noch immer Dreck in eurem Waffeleisen? Stellt es aus und lasst es abkühlen. Dann könnt ihr z.B. mit Zahnstochern oder einer alten Zahnbürste versuchen, den Dreck heraus zu bekommen. Von außen wischt ihr den Waffelautomaten mit einem feuchten Tuch ab.

Grundsätzlich gilt: Vor dem Reinigen den Stecker ziehen und das Waffeleisen nicht unter laufendes Wasser halten. Benutze auch keine Gegenstände oder Reiniger, welche die Antihaftbeschichtung des Waffeleisens angreifen können, wie z.B. Scheuermilch oder Messer.


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