Gesundes Essen für Babys und Kleinkinder – so einfach wie möglich!

Brotdose für Kinder – Ideen & Tipps

Jeden Tag die gleiche Frage: Was kommt in die Brotdose für mein Kind? Abwechslungsreich und gesund soll es sein – leichter gesagt als getan. Daher gibt es hier viele einfache Ideen und Tipps, was du in die Brotdose für dein Kind machen kannst, egal ob Kindergarten, Kita oder Schule.

Acht verschiedene Bilder mit Ideen für die Kinder-Brotdose

Inhalt

Was kommt in die Brotdose für Kinder?

Nahrhaft und abwechslungsreich soll die Mahlzeit für das Kind sein. Aber was genau bedeutet das? 

Die Lebensmittelpyramide für Kinder vom Bundeszentrum für Ernährung besteht aus: 

  • Getränke – täglich 6 Portionen
  • Gemüse & Obst – täglich 5 Portionen
    • Gemüse und Obst enthalten wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe, die für ein gesundes Wachstum und ein gutes Immunsystem benötigt werden. 
  • Brot, Getreide & Beilagen – täglich 4 Portionen
    • Diese Kategorie liefert vor allem Kohlenhydrate, also schnell verwertbare Energie. Davon brauchen Kinder viel, weil sie ständig wachsen und sehr aktiv sind. Vollkornprodukte sind hier am besten, weil diese länger satt machen und mehr Nährstoffe und Ballaststoffe liefern als Weißmehl.
  • Milch & Milchprodukte – täglich 3 Portionen
    • Milchprodukte sind vor allem wegen dem enthaltenen Kalzium wichtig, für das Wachstum von Knochen und Zähnen. Wähle hier möglichst Produkte ohne zusätzlichen Zucker. 
  • Gesunde Fette – täglich 2 Portionen
    • Gesunde Fette sind ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung für Kinder. Sie liefern Energie und werden für das Wachstum und die Entwicklung benötigt. Zudem gibt es einige Vitamine in Gemüse & Obst, die der Körper nur zusammen mit Fett richtig verarbeiten kann.
  • Fisch, Fleisch & Ei – wöchentlich 2 bis 3 Portionen
    • Fleisch, Fisch und Ei versorgen Kinder vor allem mit Eisen, welches ein lebensnotwendiges Spurenelement ist. Es ist für die körperliche und geistige Entwicklung sowie für das Immunsystem erforderlich. (Hinweis: Eine Versorgung mit Eisen ist auch über eine vegetarische Ernährung möglich.)

Der Inhalt der Brotdose sollte sich also grob an der Lebensmittelpyramide orientieren. Das heißt, Gemüse/Obst und ein Getreideprodukt ist fast immer dabei, egal ob Snack oder Hauptmahlzeit. Für die Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittag, Abend) sind auch Milchprodukte und gesunde Fette sinnvoll. Fleisch und Fisch brauchen Kinder nur etwa 3-mal die Woche. Als Portionsgröße gilt die Größe der Hand des Kindes.

Tipp

Kinder sollten jeden Tag eine eisenreiche Mahlzeit essen, da sie für ihr Wachstum viel Eisen brauchen. Da Milchprodukte dem Körper die Verarbeitung des Eisens schwerer machen, ist es besser, für diese Mahlzeit auf Milchprodukte zu verzichten.

Zudem sind eventuelle Regeln der Einrichtung (Kindergarten, Kita, Schule) zu beachten, was als Essen mitgebracht werden darf und was nicht. Das gilt insbesondere in Bezug auf allergene Lebensmittel.

Brotdose für Kinder - Worauf ist zu achten?

Es gibt ein paar Kriterien, für die Zusammenstellung der Brotbox:

  • Leicht zu essen: Welches Essen wie mitgegeben wird, kommt letztendlich auf das Alter und die Fähigkeiten deines Kindes an. Kleine Kinder können vielleicht noch nicht selber einen Joghurt löffeln, sondern brauchen alles in mundgerechte Stücke geschnitten. Bereite die Lebensmittel daher so zu, dass dein Kind sie alleine essen kann.  
  • Lecker: Stelle sicher, dass jeden Tag etwas in der Brotdose ist, was dein Kind mag. Es muss nicht immer das Lieblingsessen sein, aber etwas, was dein Kind grundsätzlich gerne isst. Neues Essen sollte lieber erst daheim ausprobiert werden.
  • Gesund: Verwende möglichst Vollkornprodukte, da diese länger sättigen und zudem mehr Nährstoffe & Ballaststoffe liefern. Biete zudem immer Gemüse/Obst an. 
  • Abwechslungsreich: Abwechslung ist wichtig, damit dein Kind alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Selbst wenn dein Kind jeden Tag ein belegtes Brot isst, lässt sich dies abwechslungsreich gestalten, durch unterschiedliche Brotbeläge und wechselndes Gemüse & Obst als Beilage. 
  • Brotdose: Wähle eine gute und passende Brotdose, die dein Kind alleine öffnen und schließen kann. 

Es gibt einige Lebensmittel und Produkte, die nicht so gut geeignet sind für die Brotdose. Sie enthalten meist zu viel Salz oder Zucker, wie beispielsweise: 

  • Wurst und Wurstwaren
  • Süßigkeiten
  • Quetschies (die gekauften Produkte enthalten oft mehr Zucker als frisches Obst)
  • Kuchen & Kekse (zumindest die gekauften, süßen Varianten)

Letztendlich kommt es aber auf die Menge an. Eine Scheibe Salami, drei Gummibärchen oder ein Keks sind nicht dramatisch. 

Tipp

Nimm dein Kind öfter mit zum Einkaufen, damit es sich selber (gesunde) Sachen aussuchen kann. Denn häufig sehen sie bei ihren Freunden Essen, was sie auch selber gerne probieren möchten.

Wie viel kommt in die Brotdose für Kinder?

Es gibt Empfehlungen, wie viel ein Kind pro Tag essen sollte. Basierend auf der oben genannten Lebensmittelpyramide sieht ein Beispiel-Speiseplan für Kinder so aus: 

Nach dem Beikostplan kommt der Speiseplan für Kleinkinder. Hier in Beispiel, was zu den fünf täglichen Mahlzeiten gegessen werden kann.
Beispiel eines Speiseplans für Kinder

Dabei handelt es sich jedoch nur um ein Beispiel. Dein Kind kann mehr oder weniger essen. Meist schwankt der Bedarf auch. Wie viel Essen dein Kind also in die Brotdose bekommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem: 

  • Wie viel wird vor dem Kindergarten / der Schule gegessen? 
  • Zu welcher Tageszeit isst dein Kind am meisten? 
  • Wie aktiv ist dein Kind? 
  • Wie viel Hunger hat dein Kind allgemein? 
  • Wie häufig wird gegessen (einschließlich Snacks)?

Daher ist es meist besser, auf dein Kind zu hören und den Bedarf individuell festzulegen. Zudem sind manche Kinder im Kindergarten / in der Schule viel zu schnell abgelenkt und essen daher sehr wenig. Andere essen gerne in der Gemeinschaft.  

Tipp

Deine Aufgabe liegt lediglich darin, deinem Kind gesundes und abwechslungsreiches Essen anzubieten. Dein Kind ist dafür verantwortlich, wie viel es davon isst (nicht du!).

Mein Kind isst nicht! Was tun, wenn die Brotdose voll zurückkommt?

Es gibt viele Gründe, warum ein Kind die Brotdose nicht leer isst. Vielleicht ist aus den im vorherigen Absatz genannten Gründen die Menge einfach zu viel. Es kann auch daran liegen, dass die Essenspause für dein Kind zum falschen Zeitpunkt ist oder dein Kind einfach so gerne spielt, dass keine Zeit zum Essen ist. Daher hilft es, mit den Erziehern/Lehrern zu sprechen, um die Situation besser einschätzen zu können. 

Ist dein Kind allgemein ein schlechter Esser? Dann kann es helfen, das Essen interessanter zu machen, z. B. durch Formen, Aussehen, neue Kombinationen, etc. Manchmal reicht es schon, der Banane ein paar Augen aufzumalen oder aus den Gurkenscheiben ein paar Dinosaurier auszustechen, und schon wird es gegessen.

Wenn möglich, versuche dein Kind bei der Planung der Brotdose einzubeziehen. Ihr könnt z. B. gemeinsam Muffins oder Waffeln backen. Oder sie dürfen sich beim Einkaufen etwas (einigermaßen gesundes) aussuchen. 

Ideen für die Brotdose - Kindergarten, Kita und Schule

Brotdosen bestehen gewöhnlich aus einer Hauptkomponente und Beilagen. Die nachstehende Liste enthält viele Ideen und Kombinationsmöglichkeiten. Im Anschluss gibt es noch konkrete Empfehlungen und Rezepte.

Hauptkomponenten

Frühstück (mögen viele Kinder auch zum Mittag)

  • Grießbrei
  • Milchreis
  • Müsli, mit Milch oder Joghurt
  • Overnight Oats / Bircher Müsli
  • Smoothie mit Milch & Haferflocken

Brot, Muffin und Co.

  • Bagel, belegt
  • Brot, belegt
  • Brötchen, belegt
  • Dinkelstangen, ggf. mit Dip
  • Knäckebrot, belegt oder mit Dip
  • Muffins, deftig oder süß
  • Pfannkuchen, ggf. mit Dip
  • Pitabrot, belegt oder mit Dip
  • Pizzabrötchen/-muffin
  • Quesadilla 
  • Sandwich (Sandwichmaker)
  • Tortilla-Wrap
  • Waffeln, ggf. mit Dip

Reste vom Vortag

  • Nudeln / Nudelsalat
  • Pizza
  • Gemüse-Puffer
  • Kartoffelsalat
  • Ofengemüse (Hokkaido, Möhre, (Süß)Kartoffel-Wedges, etc.) mit Dip

Beilagen

Gemüse

(z. B. als Sticks mit Dip, in Stücke geschnitten, mit Formen ausgestochen, gerieben als Salat oder im Wrap, etc.)

  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Gurke
  • Karotte
  • Kohlrabi
  • Paprika
  • Tomate

Obst

(z. B. mit Dip, in Stücke geschnitten, mit Formen ausgestochen, zerdrückt aufs Brot, püriert im Joghurt, etc.) 

  • Apfel
  • Aprikose
  • Banane
  • Birne
  • Blaubeeren
  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Himbeeren
  • Kaki / Persimone
  • Kiwi / Kiwibeeren
  • Mandarine
  • Mango
  • Melone
  • Obst gefriergetrocknet*
  • Obstmus (Apfelmus, etc., z. B. in wiederverwertbaren Quetschbeuteln*)
  • Orange
  • Pfirsich / Nektarine
  • Physalis
  • Trockenobst (Apfelchips, Rosinen, Fruchtschnitte)
  • Weintrauben

Milchprodukte

  • Joghurt (z. B. mit Obst)
  • Käse (milder Schnittkäse)
  • Mozzarella
  • Quark mit Obst

Dip (für Gemüse, Obst, Brot, Kräcker, Waffeln, Pfannkuchen, etc.)

  • Apfelmus / Obstmus
  • Frischkäse-Dip
  • Guacamole
  • Hummus
  • Joghurt-Kräuter-Dip
  • Kräuterquark

Sonstige Beilagen

  • Ei, hart gekocht
  • Energiekugeln
  • Frühstückskekse
  • gesunde Kekse
  • Hackfleischbällchen
  • Kräcker (wenig Salz)
  • Müsliriegel (wenig Zucker)
  • Studentenfutter
  • Vollkornzwieback

Welches Brot für Kinder und was kommt darauf?

Wähle ein Brot mit einem möglichst hohen Vollkornanteil, das dein Kind mag. Für kleine Kinder und Babys sollte das Brot zudem wenig bis gar kein Salz enthalten. Zwei Scheiben Toast oder 100 g gekauftes Vollkornbrot enthalten oft schon 1 g Salz. Das ist die Hälfte der empfohlenen Tageshöchstmenge von 2 g Salz für 1 bis 3-jährige. 

Ich backe mein Brot am liebsten selber. Dabei benutze ich gerne einen Brotbackautomaten, weil das so herrlich einfach ist. Aber auch ohne Automaten geht es schnell & einfach, z. B. mit dem Rezept ohne Kneten

Damit ich immer frisches Brot habe, backe ich einmal etwas mehr und friere dann den Großteil ein. Dazu schneide ich das (abgekühlte) Brot in Scheiben und lege alle 4 Scheiben Butterbrotpapier* dazwischen. So kann ich portionsweise Brot entnehmen und auftauen. 

Snacks für Kinder im GoBe Snack Spinner mit Energiekugeln, Melone und Blaubeeren
Für Snacks reicht eine kleinere Brotdose

Brotbelag für Kinder

Leckerer und gesunder Brotbelag für Kinder ist z. B.: 

  • Nussmus: Erdnussbutter, Mandelmus und Co. oder eine Nussmischung* sind sehr lecker und liefern gesunde Fette. Darauf schmecken z. B. zerdrückte Banane oder Beeren, dünne Apfelscheiben oder Marmelade.  
  • Mus aus Kernen: Wenn im Kindergarten Nüsse verboten sind, dann ist ein Mus aus Kernen, wie Sonnenblumenkernmus*, Kürbiskernmus* oder Hanfsamenmus*, eine tolle Alternative. Auch diese enthalten viele gesunde Fette und schmecken lecker, vor allem mit Obst oder Marmelade. 
  • Schnittkäse: Wähle für dein Kind eher milde Sorten (keinen Rohmilchkäse). 
  • Frischkäse: Das Schöne am Frischkäse ist, dass er sich so herrlich kombinieren lässt, z. B. mit Gurkenscheiben, dünnen Apfelscheiben oder zerdrücktem Obst (Banane, Beeren). 
  • Vegetarische Aufstriche: Aufstrich lässt sich schnell selber machen, wie dieser Karotten-Aufstrich mit nur drei Zutaten. Auch gekaufte vegetarische Aufstriche können gesund und lecker sein. Achte hier auf die Zutaten, manche enthalten viel Salz und auch Zucker. 
  • Hummus: Nicht nur als Dip, sondern auch als Brotaufstrich ist Hummus lecker und gesund. Probiere doch z. B. mal einen Süßkartoffel-Hummus.

Tipp

Beschmiere beide Brotscheiben, dann kleben sie besser zusammen und auch der Belag verrutscht nicht.

Sandwiches mit dem Sandwichmaker

Zusätzliche Abwechslung gibt es mit einem Sandwichmaker*. Als ich Teenager war, waren die total beliebt und ich habe es fast täglich gegessen. Deftige und süße Sandwiches lassen sich hiermit kreieren. Das Schöne ist, dass die fertigen Sandwiches eine handliche Größe haben und nicht so leicht auseinander fallen. Noch mehr Möglichkeiten gibt es mit einem 3-in-1 Multifunktionsgerät*. Da lassen sich nicht nur Sandwiches machen, sondern auch Waffeln und z. B. Quesadilla. Probiere am besten gemeinsam mit deinem Kind verschiedene Rezepte und Kombinationsmöglichkeiten aus.  

Alternativen zum Brot für Kinder

Viele Kinder lieben Brot. Es gibt aber auch einige, die mögen es gar nicht essen. Für mehr Abwechslung in der Brotdose für Kinder probiere doch mal diese Alternativen:  

Muffins

Egal, ob süß oder deftig, Muffins sind schnell gebacken. Es gibt viele einfache & gesunde Rezepte. Sie halten sich mindestens 3 Tagen und lassen sich meist sehr gut einfrieren. Als Mini-Muffins* gebacken sind sie schnell im Mund und ideal für kleine Hände. 

Waffeln

Auch Waffeln lassen sich einfach zubereiten. Es gibt leckere & gesunde Rezepte, süß oder deftig. Ich backe sie gerne, wenn ich sowieso in der Küche bin und koche. Der Großteil wird dann eingefroren. Da meine beiden Butter und Käse lieben, verwenden wir die Waffeln oft als Brotersatz und beschmieren sie wie Brot. Waffeln sind aber auch toll zum Dippen.

Und hast du schon mal Waffel-Pommes* probiert? Ein tolles Fingerfood für Kinder!

Pfannkuchen

In Pfannkuchen lässt sich sehr gut Gemüse oder Obst unterbringen. Dadurch bieten manche Pfannkuchen-Rezepte eine vollständige Mahlzeit. Sie lassen sich sehr gut auf Vorrat backen und einfrieren. Mit einem leckeren Dip schmecken die Pfannkuchen noch besser. 

Tipp

Muffins, Waffeln und Pfannkuchen sind sehr gut, um darin Gemüse zu “verstecken”, falls dein Kind nicht so begeistert ist von Gemüse.

Müsli & Brei

Müsli oder Milchbrei werden oft zum Frühstück gegessen. Allerdings ist vielen Kindern die Tageszeit egal. Mittags und abends schmeckt es genauso gut. Probiere doch zum Beispiel mal Müsli mit Milch oder Joghurt, Porridge, Bircher Müsli, Grießbrei, Milchreis, etc. Für kleinere Portionen eignen sich Dosen aus Edelstahl mit Silikondeckel*. Nett sind auch Becher mit separatem Fach für Müsli*, Löffel und Kühlakku. Für größere Mengen oder warme Breie ist ein auslaufsicherer Thermobehälter mit größer Öffnung* gut.

Smoothie

Ein Smoothie ist, mit den richtigen Zutaten, eine vollständige Mahlzeit. Kombiniere zum Beispiel Gemüse & Obst, Milch oder Joghurt, Haferflocken sowie Nüsse/Nussmus oder Kerne/Kernemus. Alle Zutaten ordentlich im Standmixer* pürieren und schon hast du eine cremige Mahlzeit zum Trinken. Für den Smoothie eignet sich z. B. diese Flasche für kleine Kinder* oder eine Edelstahlflasche für etwas geübtere Kinder* (Öffnung ohne Strohhalm).

Brotdose für Kinder, mit einem Wrap in Scheiben geschnitten, Obst und Gemüse
Wrap in Scheiben für Kinder

Wraps für Kinder

Tortilla-Wraps sind eine tolle Abwechslung für die Kinder-Brotdose. Sie lassen sich deftig und süß belegen. Ich nehme am liebsten Vollkorn-Wraps. Probiere doch zum Beispiel mal diese Varianten:

Mus aus Nüssen oder Kernen

Das Mus (Erdnussbutter, Mandelmus, etc.) auf den Wrap schmieren. Darauf dann z. B. zerdrückte Himbeeren verteilen, geriebenen Apfel, Marmelade oder Rosinen und anschließend möglichst eng aufrollen. Oder den Wrap mit der beschichteten Seite um eine Banane wickeln. Diese Rolle entweder in Scheiben schneiden oder lediglich halbieren, damit dein Kind davon abbeißen kann.

Frischkäse

Frischkäse lässt sich herrlich kombinieren, z. B. mit Gemüse oder Obst. Schmiere den Frischkäse auf den Wrap und verteile darauf z. B. geriebenes/gehacktes Gemüse (Karotte, Paprika, Brokkoli, etc.) und ggf. noch geriebenen Käse. Den Wrap eng aufrollen und in Scheiben schneiden oder halbieren.

Tipp

Wraps mit einem Zahnstocher feststecken, damit sie sich in der Lunchbox nicht abwickeln / auseinander fallen (nicht für ganz kleine Kinder).

Kräuterquark

Kräuterquark bildet die Basis für Gemüse sowie gebratenes Hähnchenfleisch, Thunfisch, etc. Einfach auf den Wrap schmieren, übrige Füllung darauf verteilen und aufrollen.

Hummus

Auch Hummus ist eine leckere und gesunde Basis, die sich mit Gemüse und Fleisch kombinieren lässt. Ein Süßkartoffel-Hummus schmeckt auch mit Obst sehr lecker. 

Quesadilla

Aus Tortilla-Wraps lassen sich auch schnell Quesadillas zaubern. Als Basis ist meist geriebener Käse im Quesadilla, da dieser beim Erwärmen schmilzt und so das ganze zusammen hält. Zusätzlich zum Käse passt z. B. : 

  • frisches Gemüse (in kleinen Stücken oder gerieben)
  • gekochtes Gemüse vom Vorabend (in kleinen Stücken)
  • Bohnen (zerdrückt) 
  • Hummus
  • gekochtes Fleisch vom Vorabend (in kleinen Stücken)
  • Tomatensoße
  • Rührei
  • Schinken (in kleinen Mengen)

Und so wird es gemacht:

Erwärme eine beschichtete Pfanne auf mittlerer Hitze. Die linke Hälfte des Tortilla-Wraps beliebig belegen und dann die rechte Hälfte rüber klappen. Vorsichtig in die Pfanne legen und von beiden Seiten goldbraun braten, etwa 2-3 Minuten. Den fertigen Quesadilla etwas abkühlen lassen und in handliche Stücke schneiden (z. B. vierteln).

Der Quesadilla lässt sich auch mit einem Kontaktgrill* oder Waffeleisen* braten. 

Reste vom Vortag in die Brotdose für Kinder

Bei manchen Gerichten lohnt es sich, etwas mehr zu machen, damit die Reste am nächsten Tag in die Brotdose können. Zum Beispiel: 

  • Nudeln (mit Soße oder als Salat)
  • selbstgemachte Pizza
  • Pfannkuchen
  • Frikadellen
  • Ofengemüse
  • Gemüsepuffer
  • gebratenes Hähnchen (z. B. für Wrap)
  • Waffeln

Tipp

Essbares Kühlpaket für die Lunchbox: Obst pürieren (oder fertiger Obstbrei / Apfelmus), in einen wiederverwendbaren Quetschbeutel* füllen und einfrieren. Morgens kommt es zur Kühlung in die Brotdose. Bis zum Mittag ist der Beutel aufgetaut und kann gegessen werden.

Tipps für Obst & Gemüse in der Brotdose

Obst und Gemüse enthalten viel Feuchtigkeit. Damit das übrige Essen, wie z. B. Brot, davon nicht matschig wird, sollte es separat eingepackt werden. Brotdosen mit verschiedenen Fächern sind hierfür ideal. 

Wenn eure Brotdose keine Fächer hat, kannst du das geschnittene Obst / Gemüse z. B. in Silikon-Muffinformen* legen. So bleibt es von dem restlichen Essen getrennt. 

Eine Lösung ohne Plastik/Silikon ist Bienenwachspapier*. Das verwende ich selber regelmäßig und es klappt super. Denn das Papier lässt sich flexibel formen und passt sich herrlich der Größe der Brotdose und der Portionsgröße vom Obst/Gemüse an. Bienenwachspapier ist wiederverwendbar & nachhaltig, antibakteriell, leicht zu reinigen und kompostierbar. 

Manches Obst wird schnell braun, vor allem Apfel, Birne und Banane. Um dies zu vermeiden, gibt es verschiedene Lösungen: 

  • Schnittkanten aneinander legen, damit möglichst wenig Luft daran kommt
  • mit Zitronensaft beträufeln (dadurch wird das Obst jedoch saurer, was nicht alle Kinder mögen)
  • kurz in Salzwasser legen (oder mit Salz bestreuen) und danach mit Wasser abspülen
  • eine Brotdose verwenden, die einzelne Fächer hat und luftdicht verschließt, z. B. die Schmatzfatz Junior

Was gibt es zum Trinken?

Für die Schule und manche Kindergärten müssen auch Getränke mitgegeben werden. Hier ist Wasser am besten! Milch (Vollmilch) ist recht sättigend und daher nicht unbedingt ein Durstlöscher, sondern eher ein Nahrungsmittel. 

Saft enthält oft viel Zucker. Saft-Schorlen mit wenig Saft sind okay, um dem Wasser etwas Geschmack zu verleihen. Dies geht jedoch auch mit frischen Früchten. Dafür eine kleine Portion Obst (z. B. Kiwi & Orange oder Himbeere & Zitrone) in Stücke schneiden, mit Wasser übergießen und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Am Morgen das Wasser (ohne Früchte) in die Trinkflasche füllen. Es gibt auch Trinkflaschen mit einem speziellen Einsatz für Obst* (verschiedene Größen verfügbar). Da wird das Obst morgens in den Einsatz gefüllt und die Flasche mit Wasser gefüllt. Fertig ist das Fruchtwasser. 

Verwende eine auslaufsichere Trinkflasche, aus der dein Kind gut selber trinken kann. Von 720°DGREE* gibt es eine Vielzahl verschiedener Flaschen, die oft von Eltern empfohlen werden. Darunter sind auch Varianten aus Edelstahl. Für Getränke mit Kohlensäure ist die Flasche von Fizzii auslaufsicher* und sehr beliebt bei Eltern und Kindern.

Brotdose für Kinder mit noch gefrorenen Muffins, Keksen und Dinkelstangen
Muffins, Kekse und Dinkelstangen aus dem Gefrierschrank

Abwechslung mit wenig Aufwand

Jeden Tag die gleiche Frage: Was kommt heute in die Brotdose? Abwechslung in der Brotdose ist gar nicht so einfach in der Umsetzung. Aber mit diesen Tipps wird es deutlich einfacher: 

Auf Vorrat kochen/ backen

Wenn du Muffins, Waffeln, Pfannkuchen, Brote, Kekse, etc. backst, verdoppele am besten das Rezept und friere dann den Großteil ein. Hier gibt es Tipps zum Einfrieren. So brauchst du morgens oder am Abend vorher nur ein paar Portionen aus dem Gefrierschrank zu holen. Dazu noch frisches Gemüse & Obst, ggf. einen Dip und fertig ist die Lunchbox für Kinder. 

Am Tag vorher mehr kochen

Bei vielen Gerichten lohnt es sich, etwas mehr zu kochen, damit dann die Reste für die Brotdose verwendet werden können. Aus gekochten Nudeln lässt sich schnell ein Salat machen. Pizza, Ofengemüse und Puffer schmecken auch kalt lecker. Und gekochtes Gemüse ist gehackt eine tolle Füllung für einen Wrap oder Quesadilla

Themen-Tage

Montags Butterbrot, dienstags Muffins, mittwochs Reste vom Vortag, etc. Wenn die einzelnen Tage einer festen Kategorie von Essen zugeordnet werden, ist es etwas einfacher, den Inhalt der Brotdose zu wählen und zu planen.  

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